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Der Parasit oder Die Kunst, sein Glück zu machen
Theaterring A/B

30.09.2009: Schauspielring, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr. Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 15,30 bis 26,80 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse von 18,30 bis 31,80 Euro

Lustspiel von Friedrich Schiller nach Louis-Benoit Picard. ( Fassung des Schauspielhauses Bochum )

Euro-Studio-Landgraf

1. Inthega-Preis 2005. Zu Schillers 250. Geburtstag...

EURO-STUDIO LandgrafGute Komödien, die aktuelle Zustände humorvoll wiedergeben, sind leider rar. Und unversehens findet man ein 200 Jahre altes Lustspiel.

Schillers amüsantes Kabinettstück über Machtpoker und Intrigen eines Kabinettsmitglieds begeisterte das Publikum auf Anhieb. Der machtlüsterne Selicour (Wolfgang Grindemann) zeigt, dass in Bezug auf (Un)Moral sich nichts geändert hat:

"Großstadtniveau" - "Schiller – umwerfend komisch" - "Hinreißende Aufführung amüsiert" - "Aktuell wie eh und je" - "Unterhaltsames Intrigenspiel" - "Heute würde man es Mobbing nennen – Fragen Sie Ihre Kollegen!"

EURO-STUDIO LandgrafNein – zimperlich ist er nicht, wenn es um seinen eigenen Vorteil geht, der berechnende Karrierist Selicour. Dreierlei beherrscht er perfekt: Leute um den Finger wickeln, mit geschwollenen Reden eigene Inkompetenz geschickt verbergen und die Gunst seines neuen Vorgesetzten, des Ministers Narbonne, mit Schmeicheleien, dreisten Lügen und Unterwürfigkeit zu erschleichen, um auf der Karriereleiter aufzusteigen.

Auf der Strecke bleiben die redlichen und sachverständigen Mitarbeiter, deren Arbeit Selicour ohne zu zögern als eigene Leistung ausgibt, um sie dann bei nächster Gelegenheit auszubooten. Erstes Opfer ist sein Schulkamerad La Roche, kennt der doch zu genau die Machenschaften des Parasiten. Als gelehriger Schüler schlägt er den aalglatten Blender mit den eigenen Waffen und entlarvt ihn durch eine noch gerissenere Intrige.

Fazit: ein Abend, den man nicht missen möchte.

Hans-Joachim Poerschke, Der Beobachter, 12.03.2005

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus: Da gibt es plötzlich – passend zum Schillerjahr – ein Theaterstück von Schiller, das in keinem Schauspielführer erwähnt wird. Und dann ist es auch noch umwerfend komisch, während man doch in der Schule von Schillers Ernsthaftigkeit überzeugt wurde.

Rosemarie Tillessen, Südkurier, 08.03.2005

Der Zuschauer wähnt sich weniger in einem Schiller-Klassiker, als in einer intelligenten Boulevard-Komödie.

Björn Othlinghaus, Lüdenscheider Nachrichten, 16.04.2005

Riesiger Beifall für einen hochkarätigen Theaterabend. Wolfgang Grindemann in der Titelrolle bewies all die Wandlungsfähigkeit, die es braucht, um aus jeder Situation Kapital zu schlagen. Er strahlt oder leidet nach Bedarf, er schmeichelt süß oder mimt den tiefernsten Fachmann, er hängt sein Fähnchen in jedes Windchen und windet sich aalglatt aus jeder brenzligen Situation. Er macht das mit komischem Talent, aber ohne Klamauk. Als ebenbürtiger Gegenspieler begegnet ihm Dietmar Pröll als der frisch entlassene Schreiber La Roche, der eine köstliche Wandlung vom unterwürfig schiefbuckligen Opfer zum aufrechten Helden durchläuft.

(garai), Südwest-Presse, 04.10.2006

Spritzig-spannende Komödie mit vielen hübschen Regie-Einfällen und hervorragenden schauspielerischenLeistungen.

Ulrike Schäfer, Wormser Zeitung, 06.10.2006

Die grandiose Inszenierung der Konzertdirektion Landgraf begeisterte die Zuschauer.

Gisbert Sander, Westfälischer Anzeiger, 17.11.2006

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