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Musikkorps der Bundeswehr
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12.11.2009: Veranstaltungsbeginn 20.00 Uhr, Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 23,30 bis 31,30 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr Abendkasse: von 27,30 bis 36,30 Euro

Symphonisches Blasorchester, Leitung: Oberstleutnant Walter Ratzek von Klassik bis Pop über Märsche und Blasmusik

Das Musikkorps der Bundeswehr wurde am 16. Februar 1957 in Rheinbach bei Bonn aufgestellt. Von Anfang an als Repräsentationsmusikkorps der Bundeswehr konzipiert, war – der Aufgabenstellung gemäß – die ansehnliche Personalstärke von 2 Offizieren und 82 Soldaten aller Dienstgrade vorgesehen. Die Führung des Musikkorps wurde Hauptmann Friedrich Deisenroth übertragen.

Musikkorps der Bundeswehr

Im November 1957 übernahm das Orchester erstmals Aufgaben im Rahmen des protokollarischen Ehrendienstes. Zusammen mit dem Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung erfüllte das Musikkorps die zu diesem Zeitpunkt dienstlich primäre Aufgabe seither ungezählte Male auf allen protokollarischen Ebenen, vom Staatsempfang bis zum "kleinen Protokoll" mit Trommlern und Pfeifern.

Ein vielbeachteter konzertanter Auftritt war zwei Jahre später Auftakt der bis heute traditionellen Konzerte des Musikkorps in Bonn, der langjährigen Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Das Publikum war begeistert und auch die Presse lobte Perfektion und künstlerische Leistung der Musiker in besonderer Weise. 1959 wurde das damalige "Stabsmusikkorps der Bundeswehr" in seine neue Garnisonsstadt nach Siegburg/ Bonn verlegt, wo es bis heute nicht nur beheimatet, sondern auch überaus geschätzt und anerkannt ist.

Denkwürdig in der Historie des Musikkorps wie auch der Stadt ist z.B. der "Große Zapfenstreich", der 1964 aus Anlass der 900-Jahrfeier der Stadt durchgeführt und von 10.000 begeisterten Zuschauern besucht wurde.

Das Musikkorps war nicht nur im Inland ein populärer Klangkörper, auch bei zahlreichen Auslandseinsätzen stellte es seine Qualität immer wieder unter Beweis. Erwähnenswert u.a. die Mitwirkung (1972) bei einer großen Musikshow im Herzen von Paris auf der Place Vendome mit einem eindrucksvollen, zu damaliger Zeit völlig ungewöhnlichen Zusammentreffen mit russischen Militärmusikern oder auch die Reise anlässlich der 200-Jahrfeier der USA in die Vereinigten Staaten.

Während seines Aufenthaltes konzertierte es mit dem Programm "500 Jahre Deutsche Militärmusik" vor großen Auditorien in El Paso (Texas), Fort Riley, Fort Leavenworth und Wichita Falls (Kansas), nahm darüber hinaus an den großen Jubiläumsparaden in Washington, Philadelphia und New York teil.

Ein besonderer Höhepunkt war auch die Konzertreise des Musikkorps 1988 nach Japan anlässlich des Internationalen Militärmusikfestivals in Tokio und Osaka. Mit ihrer Show begeisterten die Musiker das japanische Publikum im ausverkauften "Tokio Dom". Die dargebotenen deutschen Volkslieder und Märsche rissen die Zuschauer nicht nur zu Beifallsstürmen, sondern – ganz landesunüblich – sogar zu ausgiebigem Mitklatschen hin.

Das politisch und geschichtlich historisch herausragende Ereignis der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten führte das Stabsmusikkorps 1990 erstmalig nach Ostberlin, wo es im Rahmen der Feierlichkeiten repräsentativ eingesetzt wurde. Bereits ein Jahr später dehnte das Musikkorps seine Konzerttätigkeit auf ganz Deutschland aus. Eine erste Tournee führte das Orchester in den Harz, nach Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg. Höhepunkt bildete ein Rundfunkkonzert im Großen Sendesaal des Senders "Freies Berlin".

Mit der vor einigen Jahren erfolgten Neuformulierung des Auftrages, als repräsentatives Konzertorchester im In- und Ausland auf höchstem künstlerischen Niveau zu wirken, erhielt das Orchester eine neue Gewichtung seiner musikalischen Aufgaben. Gleichzeitig erhielt es seinen jetzigen Namen: "Musikkorps der Bundeswehr".

Walter RatzekOberstleutnant Walter Ratzek wurde 1960 in Offenau (Baden-Württemberg) geboren. Von früher Kindheit an widmete er sich dem Klavier und später auch der Querflöte. Nach seinem Abitur trat er 1979 in Stuttgart beim Heeresmusikkorps 9 in die Bundeswehr ein. Von 1980 bis 1985 studierte er dann Kapellmeister, Dirigieren bei Professor Wolfgang Trommer und Klavier an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik Düsseldorf.

Das Kapellmeisterdiplom stand am Ende seiner Studien. Anschließend war er als 2. Musikoffizier beim Gebirgsmusikkorps 8 in Garmisch- Partenkirchen und ab 1987 als stellvertretender Chef des Stabsmusikkorps der Bundeswehr und Leiter des Kammerorchesters eingesetzt. Von 1989 bis 1995 leitete er als Chef das Heeresmusikkorps 2 in Kassel. Anschließend wurde ihm die Leitung des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr anvertraut. Hier prägte er mitentscheidend den jungen Musikernachwuchs der Militärmusik.

Als Gastdirigent nationaler wie internationaler renommierter Orchester, Leiter von Workshops und diversen Fortbildungsmaßnahmen ist Ratzek in der Szene sowohl als Dirigent als auch Pianist international bekannt. Über 20 CD-Produktionen mit verschiedenen sinfonischen Blasorchestern belegen sein Klangideal, das auf einer lupenreinen Intonation, brillantem Rhythmus, ausgeglichener Balance aufbaut und so exemplarische künstlerische Interpretationen ermöglicht.

Seit Oktober 2001 ist ihm die Leitung des Musikkorps der Bundeswehr, dem Konzertblasorchester, übertragen.

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