23.01.2010: Gemischter Ring, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr. Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 15,30 bis 26,80 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse von 18,30 bis 31,80 Euro
Operette von Emmerich Kálmán
Operettentheater Salzburg
Diese Operette brachte Kálmán zu Weltruhm...
Eine unglaubliche schauspielerische und sängerische Präsenz...
Bis in die Spitzentöne von überwältigender Strahlkraft...
Uraufgeführt 1915, wurde "Die Csárdásfürstin" Emmerich Kálmáns größter Erfolg. Der Komponist verstand es, die gefühlvoll beschwingte Atmosphäre der Donaumonarchie mit ungarischem Feuer zu verbinden. Zwischen dem Trubel im Varieté und vornehmen Bällen, zwischen verliebten Adeligen, den von der Verwandtschaft – letztlich vergeblich – bekämpften Mesalliancen und Ballettratten als Trostspenderinnen bei Herzensnöten erklingen champagnerselige Walzer, temperamentvolle Csárdásrhythmen und melancholische Zigeunermelodien.

Kálmáns schier unerschöpflicher melodischer Einfallsreichtum machte aus fast jeder Nummer einen Hit: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht" "Machen wir’s den Schwalben nach" "Das ist die Liebe, die dumme Liebe" "Tanzen möcht’ ich, jauchzen möcht’ ich" "Die Mädis, die Mädis" oder "Nimm Zigeuner deine Geige" zeugen von Gefühlstiefe und purer Lebensfreude.
Die Leidenschaft des jungen Fürsten Edwin für die feurige – aber leider bürgerliche – Chansonette Sylva Varescu wird von seiner Familie missbilligt, die bereits seine Verlobung mit der Gräfin Stasi arrangiert hat. So sorgt die adelige Verwandtschaft dafür, dass ihm ein fingierter Einberufungsbefehl und Sylva eine Verlobungsanzeige zugespielt wird. Empört nimmt sie jetzt ein Tourneeangebot nach Amerika an.
Ein paar Wochen später taucht sie wieder auf, angeblich mit Edwins Freund Boni verheiratet. Da dieser jedoch weiß, dass Boni in Stasi verliebt ist, fällt es ihm nicht schwer, ihn zur "Scheidung" zu überreden, und auch Sylva willigt ein, als erneut der Standesdünkel der Familie die beiden Liebenden trennt. Erst als ein lange vertuschter Skandal um Edwins Mutter bekannt wird, lösen sich die Verwicklungen und es gibt zwei glückliche Paare.
Emmerich Kálmáns Werke zählten zu den meistgespielten Operetten der 20-er Jahre und er eroberte mit ihnen nicht nur die Bühnen Europas, sondern auch die Amerikas und des Broadway, wo sie die Brücke zu einer neuen Unterhaltungsform schlugen: dem Musical. Zu wirkungsvollen und rasanten Csárdás,- Polka,- und Walzerklängen tummeln sich verliebte Adelige im Theatermilieu, versuchen Väter vergebens nicht standesgemäße Liebesgeschichten zu verhindern, und versüßen die Mäderln vom Ballett den flotten Leutnants die Nächte. In dem frechen Witz der Buffopaare oder dem spritzigen Esprit der Texte erlaubt sich Kálmán selbstironische Seitenhiebe auf das fröhlich angeknackste Adels- und Society-Milieu.
Die gelungene Mischung aus Humor und Temperament machten "Die Csardasfürstin" auch immer wieder als Film zum Erfolg. Bis heute lässt uns die Faszination dieser Musik nicht los, sie besitzt den zündenden Funken, der ins Blut geht – bis heute verzaubert sie das Publikum und entlässt es beschwingt nach Hause.
Das neu gegründete Operettentheater Salzburg steht ganz in der Tradition der klassischen Operette mit dem gewissen frischen Esprit der heutigen Zeit. Musikalisch und stimmlich sollen die Vorstellungen als Eigenproduktion dem gleichen Qualitätsanspruch der seit Jahrzehnten erfolgreichen Compagnia d’Opera Italiana di Milano folgen. Szenisch versprechen Komödiantik, authentisches Flair und spritzige Darstellung die Zuschauer schwungvoll in Stimmung zu bringen.