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Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Theaterring A/B

09.02.2010: Schauspielring, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr. Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 15,30 bis 26,80 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse von 18,30 bis 31,80 Euro

Schauspiel nach dem Roman von Robert Musli in einer Fassung von Thomas Birkmeir

Das Rheinische Landestheater Neuss

Von den Schwierigkeiten erwachsen zu werden. Das Werk erschien 1906 und wurde mehrfach verfilmt. Klassiker der Schulliteratur.

Die Verwirrungen des Zöglings TörleßIm Internat treffen vier grundverschiedene Jungen aufeinander.

Törleß, meist in seine Gedankenwelt versunken, sucht einen Weg im Leben und Antworten auf existentielle Fragen. Seine Introvertiertheit macht es ihm schwer, Anschluss zu finden, doch Beineberg und Reiting nehmen ihn in ihre Clique auf.

Reiting ist der Anführer der Klasse und herrscht gemeinsam mit Beineberg diktatorisch über seine Kameraden. Als er den charakterlich schwachen, aus ärmeren Verhältnissen stammenden Mitschüler Basini beim Diebstahl erwischt, beraten sie gemeinsam, wie mit dem Übeltäter zu verfahren sei. Zeigte man ihn beim Direktor an, hätte dies Basinis Rauswurf zur Folge.

Törleß stimmt dafür, doch in Reiting und Beineberg erwachen andere Neigungen. Sie sehen die Chance, ihre niederen Instinkte und Machtgelüste auszuagieren. Basini wird nun zum willenlosen Sklaven seiner "Beschützer". Auch Törleß lässt sich auf das Experiment ein, vom Wunsch getrieben, die inneren Beweggründe, "die Seele" des Delinquenten zu begreifen. Er gerät immer tiefer in den Sog von Macht und Gewalt. Und was als harmloses Spiel begann, entwickelt sich rasch zu blutigem Ernst...

Zwei Täter, ein Opfer und ein Mitläufer: Birkmeirs brandaktuelle Bearbeitung des Romans untersucht die Auswirkungen gruppendynamischer Zwänge und zerstörerischer Machtspiele.

Musil schrieb den Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" während seines Philosophiestudiums 1903-06. Es war der erste und einzige wirkliche Publikumserfolg Musils. Das technisch–mathematische Studium und die Philosophie prägten den Roman entscheidend. Das Leben von Musil zeigt durchaus Parallelen zum Buch. Musil erzählt aber nicht einfach seine Jugendgeschichte, sondern kreiert die Figur Törleß, die mehr seinen Gedanken als seinem Leben entspricht.

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