17.03.2010: Veranstaltungsbeginn 20.00 Uhr, Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 23,30 bis 31,30 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr Abendkasse: von 27,30 bis 36,30 Euro
Leitung: Daniel Raiskin
Solist: Severin von Eckardstein, Klavier

Antonin Dvorák: Ouvertüre Karneval op. 92

Frédéric Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 op. 11 e-moll

Igor Strawinsky: Der Feuervogel Suite Nr. 3 ( Fassung 1945 )
Das Prager Rundfunk-Sinfonieorchester wurde im Jahr 1926 gegründet. Seine Geschichte reicht bis in die Anfänge des tschechischen Rundfunks zurück. Durch seine einfallsreiche Dramaturgie und das beständig steigende künstlerische Niveau schuf sich das Orchester eine hervorragende Stellung, wurde zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des tschechischen Konzertlebens und zu einem gern gesehenen Gast in ausländischen Konzertsälen. Das Sinfonieorchester wurde von einer Reihe bedeutender Dirigenten geleitet, u.a. Ch. Munch, F. Konwitschny, H. Scherchen, G. Roschdjestvenski, S. Baudo, L. Segerstam, Ch. Mackerras und V. Neumann. Bedeutende Komponisten wie A. Honegger, A. Chatschaturijan und K. Penderecki führten ihre Kompositionen mit den Rundfunksymphonikern auf.

In den Nachkriegsjahren erlebte das Orchester unter der kurzen Leitung von Karel Ancerl eine erste Blütezeit, ebenso während der nachfolgenden zwanzigjährigen Zusammenarbeit mit Alois Klima, und in den Siebzigerjahren mit Jaroslav Krombholc. Seit 1985 wird das Orchester vom Chefdirigenten Vladimir Válek geleitet. Unter seiner systematischen künstlerischen Führung erarbeitete sich das Orchester ein hohes professionelles Niveau. Die Rundfunksymphoniker aus Prag gehören zu den besten europäischen Rundfunkorchestern. Das künstlerische Niveau erfährt auf Auslandstourneen eine regelmäßige Bestätigung durch das positive Echo der Konzertbesucher und der Musikkritiker. In der aktuellen Saison unternahmen die Rundfunksymphoniker Tourneen nach Polen, Italien, Deutschland, China und Taiwan.
Die zahlreichen Aufnahmen des Rundfunkorchesters werden auch in Zukunft fortgeführt, in erster Linie natürlich im Tschechischen Rundfunk. Im Januar 1996 wurde dem Orchester für seine Einspielung der Klavierkonzerte von E. Schulhoff mit dem Solisten Jan Simon unter der Leitung von Vladimir Válek der prestigeträchtige Preis der Fachmesse MIDEM verliehen.
Daniel Raiskin, 2005 zum Chefdirigenten des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie berufen, zählt zu den vielseitigsten Musikern seiner Generation und hatte sich bereits als einer der führenden europäischen Bratschisten einen Namen gemacht, bevor er eine Karriere als Dirigent einschlug.

1970 in St. Petersburg geboren und in bester russisch-europäischer Musiktradition ausgebildet, studierte er Viola in St. Petersburg, Amsterdam und Freiburg i.Br. Zur gleichen Zeit studierte Raiskin Orchesterdirigieren bei Lev Savich in St. Petersburg und in diversen Meisterkursen bei Mariss Jansons, Neeme Järvi, Jorma Panula, Milan Horvat u.a.. Daniel Raiskins internationale Karriere führte ihn in große Konzertsäle des In- und Auslands.
Seit 2002 ist Daniel Raiskin Erster Gastdirigent der Polnischen Staatsphilharmonie Breslau "Witold Lutoslawski", mit der er verschiedene erfolgreiche Tourneen durch Polen, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien und die Niederlande unternahm. Daniel Raiskin hat viele Werke von Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Gija Kantscheli, Mark A. Turnage, Peteris Vasks, Aluis Sallinen, Anders Hillborg, Wolfgang Rihm, Sofia Gubaidulina, Evgen Stankovich aufgeführt, z.T. als Ur- und Erstaufführungen.

Severin v. Eckardstein wurde 1978 in Düsseldorf geboren. Mit 6 Jahren bekam er seinen ersten Klavierunterricht und mit 12 konnte er sich als Student an der Musikhochschule Düsseldorf einschreiben. Wesentliche Impulse in seiner Ausbildung erhielt er u.a. bei seinen Lehrern Prof. Barbara Szczepanska, Prof. Karl-Heinz Kämmerling und bei Prof. Klaus Hellwig, Universität der Künste, Berlin, wo er auch seine Prüfungen ablegte.
In einem zusätzlichen Studium an der International Piano Academy Lake Como, Italien, gewann er weitere Anregungen. Schon als Kind errang Severin Erste Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". Inzwischen ist er Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie dem "Wettbewerb Ferruccio Busoni" in Bozen (1998), dem ARD-Wettbewerb München (1999), dem "Leeds International Piano Competition" (2000) und dem "Grand Prix International Reine Elisabeth" in Brüssel (2003).
Für die "Beste Interpretation zeitgenössischer Musik" erhielt er verschiedene Sonderpreise. Mehrere Stiftungen und Gesellschaften, u.a. die Mozartgesellschaft und die Studienstiftung des Deutschen Volkes, haben ihn mit Stipendien ausgezeichnet. 2002 erhielt er den Europäischen Kulturförderpreis in Berlin und 2003 den Preis "Echo Klassik". Von Eckardstein ist mit Solo- und Orchesterkonzerten längst auf den Großen Podien der Welt zuhause. Sein Debüt in der Hayes Piano Series im Washingtoner Kennedy Center im Herbst 2005 war ein Markstein seiner großartigen Erfolge. 2007 hat er sein Publikum in der Reihe »Meesterpianisten« im Amsterdamer Concertgebouw begeistert.
In 2009 stehen u.a. das Miami International Piano Festival und das Schleswig-Holstein Musikfestival auf dem Programm.
Wir dürfen hier in Witten einen großartigen Künstler erwarten, der bereits im Zyklus "Best of NRW" und beim "Klavier-Festival Ruhr" auf sich aufmerksam machte.