24.10.2010: Veranstaltungsbeginn 20.00 Uhr, Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 24,50 bis 32,50 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr Abendkasse: von 29,00 bis 37,50 Euro
Leitung: Ruben Gazarian
Solist: Haiou Zhang, Klavier

Frédéric Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 op. 11 e-moll

Eugene Levitas: Symphony for Strings

William Walton: Sonata for Strings und Orchestra
Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn gehört zu den gefragtesten Kammerorchestern weltweit, das sich seit seiner Gründung 1960 durch Prof. Jörg Faerber ein Renommee als außergewöhnlicher Klangkörper geschaffen hat. Im Jahr 2010 feiert das Orchester sein 50jähriges Jubiläum, das das Orchester mit außergewöhnlichen Konzertprojekten (Kanada- und Koreatournee, Beethoven- Festival u.a.) und Solisten wie Elisabeth Leonskaja, Ivo Pogorelich, Mischa Maisky, Pieter Wispelwey, Juan Diego Flórez oder dem Petersen-Streichquartett feiern wird.

Neben seiner Vielseitigkeit besticht das Kammerorchester durch seine Dynamik und Virtuosität, verbunden mit einer tiefen musikalischen Einfühlsamkeit und Emotionalität. Das Repertoire des Orchesters umfasst neben Werken der Klassik vor allem Bekanntes und Unbekanntes aus der Romantik, Moderne und Avantgarde. Im Laufe von fünf Jahrzehnten hat das Württembergische Kammerorchester Heilbronn nicht nur mit vielen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, sondern
stets auch junge Nachwuchstalente gefördert.
Folgende Einspielungen mit Chefdirigent Ruben Gazarian und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn liegen vor: Im September 2006 erschien bei Dabringhaus eine CD mit Werken Joseph und Michael Haydns, die mit dem polnischen "Hifi-Schallplatten- Jahrespreis 2006" ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2007 erschien bei Bayer Records die Einspielung von Werken Tschaikowskys, 2008 folgte die Veröffentlichung mit Werken Dmitri Schostakowitschs.

Ruben Gazarian hat mit Beginn der Konzertsaison 2002/2003 die künstlerische Leitung des renommierten Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn übernommen. Das Standardrepertoire des Orchesters hat er durch gelegentliche Ausweitung auf sinfonische Besetzung und durch die Wahl zahlreicher Werke aus der Romantik, der frühen Moderne und der Avantgarde bemerkenswert erweitern können.
Im Alter von vier Jahren erhielt Gazarian den ersten Violinunterricht von seinem Vater. Es folgte eine Ausbildung an der Spezialmusikschule "P. I. Tschaikowsky" und später am Staatlichen Konservatorium in Eriwan beim Primarius des berühmten Borodin- Quartetts Prof. R. Aharonian. Seine solistische Laufbahn begann Ruben Gazarian 1983. Noch während des Studiums erhielt er einen Sondervertrag als Vorspieler und Solist des Staatlichen Kammerorchesters Armeniens und war zeitgleich Geiger im Staatlichen Klaviertrio des Armenischen Funk- und Fernsehens.
Im Jahr 1992 setzte Gazarian sein Violinstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig fort und schloss es 1995 mit dem Konzertexamen ab. Noch im gleichen Jahr folgte ein Dirigierstudium – ebenfalls an der Leipziger Musikhochschule – welches er 1998 mit der Höchstnote absolvierte. Nach mehrjähriger Tätigkeit (1993- 1998) als Erster Konzertmeister des Westsächsischen Symphonieorchesters, wurde Gazarian 1999 zu dessen Chefdirigenten gewählt und war zu dem Zeitpunkt der jüngste Chefdirigent Deutschlands.
Im September 2002 wurde Ruben Gazarian Preisträger des 1. Internationalen Dirigentenwettbewerbs "Sir Georg Solti" in Frankfurt am Main. Im gleichen Monat begann er seine Tätigkeit als der neue Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet Gazarian mit so namhaften Solisten wie Julia Fischer, Hilary Hahn, Katia & Marielle Labèque, Elisabeth Leonskaja, Sabine Meyer, Viktoria Mullova, Sergei Nakariakov, Gerhard Oppitz, Frank Peter Zimmermann, Beaux Arts Trio, Gewandhaus-Quartett und vielen anderen.

"Einer, der alles kann, muss nichts mehr beweisen. Haiou Zhang ist mit seinen 22 Jahren technisch bereits im Olymp zu Hause. So konnte er mit einer ans Wunderbare grenzenden Ausdruckskraft Tiefenschichten zum Klingen bringen, die sich dem Wort entziehen."
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
In letzter Zeit erregt der Pianist Haiou Zhang große Aufmerksamkeit auf Internationalen Konzertbühnen. In der Saison 2007/2008 gastierte er u.a. in der Philharmonie Berlin, München am Gasteig, Hamburger Laeiszhalle, Tonhalle Düsseldorf, Kölner Gürzenich, NDR Funkhaus Hannover.
Seine Debüt-CD ist in seiner Heimat China ein Hit und wurde über 30.000 mal verkauft. Haiou Zhang ist für die Musikwelt Chinas ein fester Begriff. Er gibt regelmäßig Konzerte und Interviews für verschiedene Rundfunkanstalten und Fernsehen.
Seinem großen Erfolg beim V. Internationalen Vladimir Horowitz Klavierwettbewerb in Kiew folgte eine CD-Produktion beim Norddeutschen Rundfunk. In der Saison 2009/2010 unternahm Haiou Zhang eine ausgedehnte Kanada- Tournee durch 10 Städte wie Toronto und Montréal mit dem Slovak State Symphony Orchestra unter der Leitung von Maestro Kerry Stratton.