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Woyzeck
Schauspielring

29.11.2010: Schauspielring, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr. Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 17,50 bis 29,00 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse von 21,00 bis 33,50 Euro

Schauspiel von Georg Büchner

Westfälisches Landestheater

Im Zentralabitur 2011. Eines der meistgespielten und einflussreichsten Dramen der Theaterliteratur.

WoyzeckDas Leben besteht aus Bruchstükken. Marie, das Kind, der Hauptmann, der Arzt, der Tambourmajor und immer wieder Marie und das Kind! Er rennt seiner Not hinterher, er versucht zu verstehen, wie das Leben funktioniert. Doch das Leben hat für ihn keinen Platz. Er ist am Rand von allem, er befragt sein Dasein, er erfüllt jede Aufgabe, aber seine Aufrichtigkeit passt nicht, sein Bemühen mündet in der Demütigung. Er fällt. Er ist Woyzeck!

Die Figur Woyzeck ist der Prototyp des erniedrigten Individuums in einer von Willkür geprägten Gesellschaft, in der jeder ohne Rücksicht auf seine Umgebung seinen Weg verfolgt. Je stärker Woyzeck in seiner Existenz in die Enge getrieben wird, je größer seine Not wird, umso panischer und extremer werden seine Reaktionen, bis er keinen anderen Ausweg mehr sieht als Mord. Georg Büchners "Woyzeck" ist eines der meistgespielten und einflussreichsten Dramen der Theaterliteratur. Es ist eines der seltenen Stücke, bei dem man den Eindruck hat, dass es, je weiter die Geschichte voranschreitet, immer aktueller wird. Gerade die Tatsache, dass Büchner durch seinen frühen Tod das Stück in mehreren Entwurfsfassungen als Fragment hinterlassen musste und es für die Szenen keine vorgegebene Reihenfolge gibt, macht es zu einem Spiegel sowohl des menschlichen Seins wie auch der Gesellschaft.

Georg Büchner kommt am 17. Oktober 1813 in Goddelau zur Welt. Am 9. November 1831 schreibt er sich in die medizinische Fakultät der Universität Straßburg ein. Ab dieser Zeit wird er politisch aktiv. Zum November 1833 wechselt Georg Büchner an die Universität in Gießen. Im Juli 1834 wird der Hessische Landbote in Druck gelegt. Diese Schrift führt dazu, dass die Justiz auf ihn aufmerksam wird. Nachdem Büchner einer Vorladung des Friedber-ger Untersuchungsrichters nicht Folge leistet, muss er über Weißenburg nach Straßburg fliehen.

Neben seinen politischen und schriftstellerischen Aktivitäten arbeitet Büchner auch im Bereich der Naturwissenschaften. Aufgrund seiner eingereichten Dissertation und der daran anschließenden Probevorlesung wird ihm 1836 die Doktorwürde der Universität Zürich verliehen. Schon vor seiner Übersiedlung nach Zürich hat Büchner mit der Arbeit am "Woyzeck" begonnen. Am 2. Februar 1837 erkrankt er an Typhus. Er stirbt am 19. Februar im Alter von 24 Jahren.

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