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Der Zigeunerprimas
Musikring D

11.03.2011: Musiktheaterring, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr. Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 25,00 bis 29,00 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse von 29,50 bis 33,50 Euro

Operette von Emmerich Kálmán

Operettenbühne Budapest

Kálmáns ungarischste Operette, uraufgeführt im Jahre 1912. Er hat damit eine wundervolle Balance zwischen zündenden Tanznummern und ungarischem Kolorit gefunden.

"Die ungarische Musik ist eine Herzenssache von mir. Als junger Bursch war ich in Budapest mit den besten Zigeunerkapellen in Kontakt. Ich besaß auch noch bis vor kurzer Zeit von dem ungarischen Zigeunerprimas Pali Rácz ein Foto mit Widmung. Der Familie Rácz habe ich ein Denkmal gesetzt in der Figur des Pali Rácz, Titelrolle meiner Operette DER ZIGEUNERPRIMAS", so äußerte sich Emmerich Kálmán kurz vor seinem Tod über den Titelhelden seiner wohl ungarischsten Operette.

Als Zigeunerprimas wurde Pali sehr reich. Nun ist er alt geworden und kann kaum noch Geige spielen. Er sitzt zu Hause und unterrichtet seine 16 Kinder (aus drei Ehen). Eine weitere Ehe mit seiner jungen hübschen Nichte Juliska würde ihm gefallen, doch diese liebt heimlich schon Laczi, einen Sohn Palis. Dieser studierte in Paris Musik und wäre auch sonst ein würdiger Nachfolger seines Vaters. Allein wegen seiner "akademischen Musik" erkennt ihn sein Vater nicht an und will nichts wissen von ihm.

Der ZigeunerprimasGraf Irini erscheint und will Pali als ersten Geiger und Leiter einer Musikgruppe nach Paris engagieren. Erst will Pali nicht gehen, da er in dieser Stadt einst unglücklich verliebt war. Als aber der Graf stattdessen Laczi unter Vertrag nehmen will und auch seine Tochter Sari ihm seines Alters wegen abrät, erwacht in Pali der Stolz und er unterschreibt den Vertrag. Höhepunkt des gräflichen Festes ist der Auftritt Palis. Kurz vor diesem Auftritt wird er König Heribert II. vorgestellt, der unter dem Pseudonym Graf Estragton gerade Paris besucht. Man erinnert sich an die früheren Erfolge Palis und feiert ihn. Zur großen Überraschung Palis ist der Dirigent der gräflichen Hofkapelle sein Sohn Laczi und auch Juliska und Sari erkennt Pali unter den Gästen. Pali ist immer noch der Meinung, "akademische Musik" sei nicht mit der seinen "direkt aus dem Herzen kommenden" vergleichbar.

Pali plant sofort nach dem Fest seine Nichte Juliska zu heiraten. Auch Graf Irini trägt sich mit solchen Absichten. Um einen vollständigen Bankrott abzuwenden, sucht er eine reiche ältere Komtesse, verliebt sich aber auf seinem Fest in Sari. Er verzichtet spontan auf alle Titel und will zusammen mit Palis Familie und Sari in der Puszta leben.

Als zum Höhepunkt des Abends Pali dann ein Konzert gibt, will sich keine Begeisterung beim Publikum einstellen. Sein Sohn Laczi springt ein und wird zusammen mit der gräflichen Hofkapelle zum Star des Abends. Traurig zieht sich Pali zurück und wird in ein Boudoir geführt. Dort stellt man ihn der Großmutter des Grafen vor und er erkennt in ihr seine große Liebe aus der Jugendzeit. Auf Wunsch der alten Dame kommt es zu einer großen Aussprache. Beflügelt durch die freigeistige Einstellung kommt es schlussendlich zur Verlobung Juliskas mit Laczi. Auch der Verlobung Graf Irinis mit Sari steht nichts mehr im Weg. Der alte Pali akzeptiert seinen Sohn und erkennt sein Können an. Als Zeichen dafür wirft er vor Zeugen seine Geige in den offenen Kamin des Boudoirs.

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