12.03.2011: Veranstaltungsbeginn 20.00 Uhr, Änderungen im Programm vorbehalten. Einzelkartenpreise von 24,50 bis 32,50 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr Abendkasse: von 29,00 bis 37,50 Euro
Leitung: Andrey Boreyko
Solist: Patricia Kopatchinskaja, Violine

Igor Stravinsky: Le chant du rossignol

Claude Debussy: Prélude á "L‘aprés midi d‘un faune"

Serge Prokofieff: Violinkonzert Nr. 1 op. 19 D-Dur

Béla Bartók: Der wunderbare Mandarin (Suite) Sz.73 op.19
Die Idee der Jungen Deutschen Philharmonie heißt Bewegung! Sich entwickeln, Neues wagen und den hohen musikalischen Anspruch mit Leidenschaft erfüllen! Mit dieser Intention fördert und fordert das Orchester junge Musiktalente auf ihrem Weg in die Zukunft, bietet Musikerlebnisse am Zeitgeist und sendet entscheidende Impulse.

Für angehende Berufsmusiker ist die Junge Deutsche Philharmonie die entscheidende Ergänzung zum Hochschulstudium. Die Studenten erhalten eine qualifizierte Orchesterpraxis in Zusammenarbeit mit den renommiertesten Dirigenten, Solisten und Dozenten. Darüber hinaus entwickeln sie in verschiedenen Fachgremien und Themen- Workshops außermusikalische Kompetenzen, die in ihrem zukünftigen Berufsleben essentiell sein werden. Die Junge Deutsche Philharmonie kooperiert dabei mit Profiorchestern, Hochschulen und Experten verschiedenster Fachgebiete.
Mit den talentiertesten Nachwuchsmusikern Deutschlands bildet das Orchester einen hervorragenden Klangkörper, der Konzerte auf höchstem Niveau bietet. Ein strenges Auswahlverfahren garantiert die dauerhaft hohe Qualität. Ehemalige Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie sind in den Reihen aller großen Profi- Orchester zu finden und engagieren sich heute als Dozenten für den Nachwuchs. Als Botschafterin einer neuen Musikkultur repräsentiert die Junge Deutsche Philharmonie die Bundesrepublik im Ausland und begeistert mit anspruchsvollen, neuartigen Musikerlebnissen immer mehr und insbesondere junge Menschen für klassische Musik. Partnerschaften mit Bildungsinstituten und anderen Künstlern bieten hier Innovationspotential.
Die Programmatik des Orchesters folgt dabei stets einer klaren Linie. Sie reflektiert entweder eine aktuelle gesellschaftsrelevante Thematik, sucht formal neue Wege oder präsentiert einen zeitgenössischen Komponisten auf konzeptuell einzigartige Weise. Das Orchester erhält die klassische Musik nicht nur als wertvolles Kulturgut, sondern entwickelt sie ständig weiter. Andrey Boreyko, in St. Petersburg geboren, studierte am Konservatorium seiner Heimatstadt Dirigieren bei Elisabeta Kudriavzewa und Alexander Dmitriev sowie Komposition.

Andrey Boreyko ist gegenwärtig Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters sowie Erster Gastdirigent des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR. Seit der Saison 2009/2010 hat Andrey Boreyko die Position des Generalmusikdirektors der Düsseldorfer Symphoniker. Andrey Boreyko ist Ehrendirigent der Jenaer Philharmonie, der während seiner fünfjährigen Tätigkeit als Chefdirigent vom Vorstand des DEUTSCHEN MUSIKVERLEGER-VERBANDES die Auszeichnung für die besten Konzertprogramme in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten zuerkannt wurde.
Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldavien in eine Musikerfamilie geboren. Sie studierte Komposition und Violine in Wien und Bern. Im Jahr 2000 gewann sie den Internationalen Henryk Szeryng-Wettbewerb in Mexico, 2002 den hochdotierten "International Credit Suisse Group Young Artist Award". 2002/3 vertrat sie Österreich in der Konzertserie "Rising Stars" mit Auftritten in vielen Weltmetropolen. 2004 wurde ihr der "New Talent - SPP Award" der European Broadcasting Union (EBU) verliehen und 2006 der "Förderpreis Deutschlandfunk". Ihre beiden Tourneen als Solistin und Leiterin des Australian Chamber Orchestra wurden 2007 und 2010 von den Lesern des Australischen Musikmagazins "Limelight" als beste Kammermusikproduktion des Jahres erkoren.
Patricia Kopatchinskaja war Solistin mit führenden Orchestern (u.a. Wiener Philharmoniker, Philharmonia Orchestra London, Deutsches Symphonieorchester Berlin, Staatskapelle Berlin, SWR-Radiosymphonieorchester Stuttgart, Deutsche Kammerphilharmonie, Orchestre des Champs-Elysées, Orchestre Philharmonique de Radio France, Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau, Russisches Staatliches Symphonieorchester, NHK Symphony Orchestra Tokyo, etc.) und Dirigenten (u.a. Ashkenazy, Boreyko, Fedoseyev, Goodman, Jansons, Philippe Jordan, Neeme und Paavo Järvi, Kim, Nelsons, Norrington, Oramo, Penderecki, Schiff etc.). Sie hat in bedeutenden Konzertsälen gespielt, beispielsweise Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Musikverein und Konzerthaus Wien, Berliner und Kölner Philharmonie, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall und Royal Festival Hall London, Moskauer Konservatorium, Suntory Hall Tokyo und sie wird regelmässig zu bedeutenden Festivals eingeladen. Klavierpartner sind Polina Leschenko, Fazil Say, Mihaela Ursuleasa und Henri Sigfridsson. Mit ihm und Sol Gabetta spielt sie ab und zu Klaviertrio.
Patricia Kopatchinskaja komponiert gelegentlich selber und dies erklärt wohl ihre Gabe, zeitgenössische Musik publikumswirksam zu machen. Patricia Kopatchinskaja spielt eine von Giovanni Francisco Pressenda 1834 gebaute Geige, gemäss dem amerikanischen Musikmagazin The STRAD "ein farbenreich klingendes Instrument, dessen Viola-ähnliche Qualität ihrem Spiel ein außerordentliches tonliches Interesse verleiht". Patricia Kopatchinskaja ist good-will Botschafterin der Stiftung "Terre des Hommes" und unterstützt damit speziell Hilfsprojekte für notleidende Kinder in Moldavien.